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Intern

Von der Mülltonne bis zum Recycling – Umweltunterricht zum Anfassen

01. Juli 2026 | zuletzt aktualisiert am 01. Juli 2026
Erwachsene und Kinder vor einem Wender auf der Kompostieranlage
Kompostanlage Weißenalbern Josef Pöhn, AB Silvia Thor, Lehrerinnen Michaela Schmid und Christina Gindler sowie die SchülerInnen der 3. Klasse MMS Gmünd

Abfall auf dem Prüfstand: 3. Klasse der MMS Gmünd erkundet den Weg des Abfalls

Wie funktioniert moderne Abfallwirtschaft und was geschieht mit unserem Müll nach der Entsorgung? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse der MMS Gmünd im Rahmen einer Exkursion gemeinsam mit Abfallberaterin Silvia Thor vom Gemeindeverband Gmünd. Ziel war es, nach den beiden theoretischen Projektnachmittagen im Frühjahr den Weg verschiedener Abfälle vom Haushalt bis zur Wiederverwertung oder Entsorgung kennenzulernen.

Die erste Station führte zur Umladestation in Kleinschönau. Geschäftsführer Alexander Dürr erklärte den Jugendlichen, wie der angelieferte Restmüll bzw. Sperrmüll gesammelt, umgeladen und für den Weitertransport vorbereitet wird. Dabei erfuhren sie, dass diese nicht verwertbaren Abfälle per Bahn zur thermischen Verwertung nach Dürnrohr transportiert werden und die restlichen gesammelten Fraktionen zu Recyclingbetrieben gelangen.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der richtigen Mülltrennung. Anhand praktischer Beispiele wurde veranschaulicht, warum eine saubere Trennung der einzelnen Abfallarten die Grundlage für funktionierendes Recycling ist und wie dadurch wertvolle Rohstoffe im Kreislauf erhalten bleiben.

Im Anschluss besuchte die Gruppe die Kompostanlage Spitaler/Pöhn in Weißenalbern. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler beobachten, wie aus gesammelten Bioabfällen durch natürliche Verrottungsprozesse hochwertige Komposterde entsteht. Sie erhielten interessante Einblicke von Josef Pöhn in die einzelnen Arbeitsschritte und erfuhren, welche wichtige Rolle Kompost für gesunde Böden und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft spielt.

Den Abschluss bildete eine Führung durch das Altstoffsammelzentrum Hoheneich/Gmünd. Dort zeigte der Bauhofleiter der Stadtgemeinde Gmünd Thomas Votava, wie unterschiedliche Wertstoffe – von Altmetall über Elektrogeräte bis hin zu Kartonagen und Sperrmüll – getrennt übernommen und für die weitere Verwertung vorbereitet werden. Weiters wies er auch auf die Wichtigkeit der ordnungsgemäßen Abgabe der Problemstoffe hin. Besonders in der heißen Jahreszeit ist das Sicherheitsrisiko noch höher. Dadurch wurde den Jugendlichen anschaulich vermittelt, wie viele Stationen ein Abfallprodukt durchläuft, worauf zu achten ist und bevor daraus wieder neue Rohstoffe entstehen können.

Die Exkursion bot zahlreiche spannende Eindrücke und machte deutlich, dass jeder Einzelne durch richtige Mülltrennung und einen bewussten Umgang mit Ressourcen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

Auf dem Foto sind erwachsene Personen und Kinder der Mittelschule in einer Recyclinghalle

Umladestation Kleinschönau

Erwachsene und Kinder vor einem Wender auf der Kompostieranlage

Kompostieranlage Weißenalbern

Erwachsene und Kinder im Altstoffsammelzentrum vor der Kartonagenpresse

Altstoffsammelzentrum Hoheneich/Gmünd

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