Von der Mülltonne zur Verwertung: Spannender Projekttag für die Schulkinder aus Unserfrau
23. Juni 2026 | zuletzt aktualisiert am 23. Juni 2026


Was passiert eigentlich mit unserem Abfall, nachdem er in der Tonne gelandet ist? Dieser spannenden Frage gingen kürzlich die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Schulstufe der Volksschule Unserfrau mit ihren Klassenlehrerinnen Christina Binder, Sabine Haider und Schulassistentin Silvia Rausch sowie Abfallberaterin Silvia Thor vom GV Gmünd nach. Im Rahmen eines Unterrichtsprojekts zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit besuchten die Kinder die Umladestation Kleinschönau sowie die Kompostanlage in Weißenalbern und das Altstoffsammelzentrum in Weitra.
Zunächst führte der Weg zur Umladestation. Dort staunten die Kinder nicht schlecht, als sie die riesigen Müllfahrzeuge beobachteten, die den gesammelten Abfall anlieferten. Geschäftsführer Alexander Dürr erklärte anschaulich, wie der Müll aus den Haushalten hier umgeladen und anschließend in große Container verladen wird – bereit für den Weitertransport zu Recyclinganlagen beziehungsweise per Bahn zur Verbrennungsanlage in Dürnrohr.
Besonderes Augenmerk lag auf der Bedeutung der Mülltrennung. „Nur was richtig getrennt wird, kann sinnvoll weiterverarbeitet werden“, erklärte Herr Dürr. Die Kinder konnten mit eigenen Augen sehen, wie sorgfältige Trennung dazu beiträgt, dass Wertstoffe recycelt und wiederverwendet werden können – ein wichtiger Schritt im Kreislauf der Rohstoffe.
Anschließend ging es weiter zur Kompostanlage Spitaler/Pöhn in Weißenalbern. Hier wurde es nicht nur interessant, sondern auch ein wenig erdig: Der gesammelte Biomüll aus den Haushalten wird dort in mehreren Schritten zu wertvoller Komposterde verarbeitet. Die Kinder lernten, dass aus Bananenschalen, Apfelresten, Grünschnitt und vielem mehr innerhalb weniger Wochen nahrhafter Boden entsteht – ganz ohne Chemie, aber mit viel Geduld und natürlicher Zersetzung. Zum Abschluss durften die jungen Besucherinnen und Besucher selbst etwas Komposterde in die Hand nehmen – ein lehrreiches Erlebnis, das sicher noch lange in Erinnerung bleibt.
Danach stand noch die Besichtigung des Altstoffsammelzentrums in Weitra auf dem Programm. Dort erfuhren die Kinder, wie wichtig die getrennte Sammlung verschiedener Abfallarten ist. Sperrmüll, Altmetalle, Elektroaltgeräte, Kartonagen und viele weitere Altstoffe werden hier fachgerecht übernommen und getrennt gesammelt. Anschließend gelangen die gesammelten Materialien zur Umladestation, von wo aus sie ihrer weiteren Verwertung oder Behandlung zugeführt werden. So konnten die Schülerinnen und Schüler den Weg vieler Abfälle von der Sammlung bis zur Verwertung nachvollziehen.
Zusätzlich konnten die Kinder ihr Wissen beim Abfallquiz unter Beweis stellen. Besonders erfolgreich war dabei Mia Leitner, die das Quiz als eine der besten Teilnehmerinnen absolvierte. Als Anerkennung für ihre hervorragende Leistung gewann sie einen Eintritt in das Sole-Felsen-Bad.
Mit vielen neuen Eindrücken und einem gestärkten Bewusstsein für den Wert von Abfall traten die Kinder den Rückweg an. Ihr Fazit: Müll ist nicht gleich Müll – oft ist er der Anfang von etwas Neuem.
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